Zoll-Meldepflicht entfällt: So einfach ist Strom an Mieter verkaufen jetzt

Es war lange Zeit die größte Sorge für Immobilienbesitzer, die Strom an Mieter verkaufen wollten: Der Papierkrieg mit dem Hauptzollamt. Wer wird zum „Versorger“? Wer muss Anträge stellen? Damit ist jetzt Schluss. Seit dem 01.01.2026 greift eine neue Regelung in der Stromsteuerverordnung, die Betreiber von PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern massiv entlastet. Wir erklären, warum Sie keine Formulare mehr wälzen müssen.

Vermieter wirft erleichtert Papiere in die Luft, da die Zoll-Meldepflicht beim Strom an Mieter verkaufen entfällt.
Endlich durchatmen: Der bürokratische Papierkrieg mit dem Hauptzollamt ist Geschichte. Ab 2026 können Sie ohne Formular-Stress Strom an Mieter verkaufen.

Wer eine Photovoltaikanlage auf seinem Mehrfamilienhaus besitzt und den damit gewonnenen Strom an Mieter verkaufen möchte, fand sich in der Vergangenheit oft in einem Dschungel aus steuerlichen Meldepflichten wieder. Besonders die Angst, Fristen für die Stromsteuer zu verpassen oder komplexe Erlaubnisscheine beantragen zu müssen, schreckte viele Vermieter ab.

Diese Hürde hat der Gesetzgeber zum Jahreswechsel beseitigt. Mit dem neuen § 1a Abs. 5a der Stromsteuerverordnung (StromStV), gültig seit dem 01. Januar 2026, fällt für die allermeisten Wohngebäude-Projekte die bürokratische Last weg.

Die Fakten: Warum Sie kein „Versorger“ mehr sind

Der Gesetzgeber unterscheidet nun genauer. Für Anlagen, die typischerweise auf Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeobjekten installiert werden, gelten Sie steuerrechtlich nicht mehr als klassischer „Versorger“, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Anlagengröße: Die Nennleistung Ihrer Anlage liegt unter 2 Megawatt (MW). (Zum Vergleich: Ein typisches Mehrfamilienhaus hat oft 20 bis 100 Kilowatt – Sie liegen also weit unter dieser Grenze).
  • Räumliche Nähe: Der Strom wird im räumlichen Zusammenhang, also innerhalb der Kundenanlage oder in einem Radius von bis zu 4,5 Kilometern, geleistet (§ 9 Abs. 1 Nr. 3b StromStG).


Was bedeutet das konkret für Sie?

Da Sie mit einer PIONIERKRAFT-Lösung den Strom direkt im Haus verteilen, erfüllen Sie diese Bedingungen fast immer automatisch. Die Konsequenzen sind eine enorme Erleichterung im Alltag:

  • Kein „Antrag auf Erlaubnis“: Sie müssen beim Hauptzollamt keine Erlaubnis mehr beantragen, um steuerbegünstigten Strom zu entnehmen.
  • Keine „Jährliche Meldung“: Die Pflicht, jedes Jahr eine Stromsteueranmeldung oder Mengenangabe einzureichen, entfällt ersatzlos.
  • Automatische Steuerbefreiung: Der Strom, den Sie direkt an Ihre Mieter liefern, ist ohnehin von der Stromsteuer befreit, da er aus erneuerbaren Quellen stammt und vor Ort verbraucht wird.


Die einzige Pflicht: Das Marktstammdatenregister

Ganz ohne Registrierung geht es nicht – aber es ist denkbar einfach geworden. Damit das Hauptzollamt zufrieden ist und Sie rechtssicher agieren, müssen Sie lediglich eine Sache tun:

Ihre PV-Anlage und (falls vorhanden) der Stromspeicher müssen ordnungsgemäß im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur eingetragen sein.

Da diese Registrierung für die Inbetriebnahme und Einspeisevergütung ohnehin zwingend erforderlich ist, entsteht für Sie durch den Verkauf an Mieter faktisch null Mehraufwand.


Fazit: Freie Fahrt für Ihre Rendite

Die Kombination aus technischer und bürokratischer Vereinfachung war noch nie so stark wie 2026.

  • Technisch: PIONIERKRAFT liefert die Hardware, die den Strom physikalisch und messbar verteilt.
  • Rechtlich: Der Gesetzgeber hat die Meldepflichten gestrichen.

Wenn Sie jetzt starten und Strom an Mieter verkaufen, müssen Sie keine Angst mehr vor dem Zoll haben. Der Weg ist frei für ein einfaches, rentables Geschäftsmodell ohne Formular-Stress.


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