Pionierarbeit in der Wohnungswirtschaft: Wie die Neue Heimat e.G. Trostberg mit PIONIERKRAFT die Energiewende meistert

Die Energiewende im Mehrfamilienhaus galt lange Zeit als große administrative Herausforderung. Maximilian Kraus, den wir stellvertretend für die  Wohnungsgenossenschaft Neue Heimat e.G. Trostberg im Interview in Tacherting treffen durften, hat bewiesen, dass es auch anders geht. Mit einer klaren Vision von Autarkie und technischer Neugier hat er für die Wohnungsgenossenschaft ein Projekt realisiert, das nicht nur die CO2-Bilanz massiv verbessert, sondern auch die Heizkosten für die Mietenden drastisch senkt.

Zwei Mehrfamilienhäuser der Neue Heimat e.G. in Tacherting
Zwei Mehrfamilienhäuser der Neue Heimat e.G. in Tacherting


Der Auslöser: Förderung als Startschuss für die Autarkie

Die Initialzündung für das Projekt gab eine spezifische KfW-Förderung. Die Neue Heimat e.G. erkannte die Chance, ihre Mehrfamilienhäuser energetisch auf das nächste Level zu heben. Das Ziel war klar definiert: Die Abhängigkeit von externen Versorgern verringern, die Heizungsart modernisieren und die Nebenkosten für die Mieter nachhaltig senken.

Doch der Weg dorthin war mit Recherchen verbunden. Kraus prüfte verschiedene Betreibermodelle. Ein reines Auslagern der Photovoltaik-Anlage  an externe Versorger kam für ihn jedoch nicht infrage, denn die Anlage und die damit verbundene Kontrolle sollten im eigenen Haus bleiben.

Maximilian Kraus, Projektbetreuer bei Neue Heimat e.G. Trostberg
Maximilian Kraus, Projektbetreuer bei Neue Heimat e.G. Trostberg

Die Hürde: Klassischer Mieterstrom versus technische Realität

Bei der Suche nach einer Lösung für den Stromvertrieb im Haus stieß Maximilian Kraus schnell an die Grenzen des klassischen Mieterstrommodells. In Deutschland gibt es weiterhin kaum Anbieter, die die Abrechnung über Versorger technisch reibungslos lösen können.

„Das war für uns wirklich ein heikles Thema. Selbst der Verband wusste leider Gottes nicht, wie es zu regeln ist“, erinnert sich Kraus an die anfängliche Planungsphase.

Die größte Herausforderung war technischer Natur: Wie teilt man den Strom gerecht auf, während die Mieter gleichzeitig die Freiheit behalten, ihren Stromanbieter weiterhin flexibel zu wählen? Die klassische Lösung hätte einen enormen Verkabelungsaufwand mit bis zu 15 Zählern ohne Internetanbindung bedeutet. Ein Unterfangen, das in keiner Relation zum Nutzen stand.

Maximilian Kraus im Interview mit Daniela Schwendy
Maximilian Kraus im Interview mit Daniela Schwendy

Die Lösung: PIONIERKRAFT als „Erlösung“

Der Durchbruch kam durch den betreuenden Elektriker, der das System von PIONIERKRAFT vorschlug. Für Kraus erwies sich die Lösung als absolut passgenau. Das entwickelte Gerät löste nicht nur die technischen Probleme der Aufteilung und Zuschaltung, sondern bot direkt die passende Abrechnungsmöglichkeit mit an.

Das energetische Setup im Detail

Die Investition von knapp 60.000 Euro umfasst ein ganzheitliches Konzept:

  • PV-Leistung: Die installierte Leistung beträgt 21,07 kWp pro Anlage. 
  • Speicher: Ein 11 kWh Batteriespeicher sorgt für maximale Eigennutzung.
  • Wärme: Zwei Wärmepumpen nutzen den Sonnenstrom direkt für die Heizung.
  • Laufende Kosten: Für den Abrechnungsservice von PIONIERKRAFT fällt lediglich ein kleiner monatlicher Beitrag an.
Technikraum mit PIONIERKRAFTwerken in einem Mehrfamilienhaus der Neue Heimat e.G.Trostberg
Technikraum mit PIONIERKRAFTwerken in einem Mehrfamilienhaus der Neue Heimat e.G.Trostberg

Messbare Erfolge: „Wir sind wirklich geflasht“

Die wirtschaftlichen und ökologischen Ergebnisse des Projekts sind beeindruckend. Durch die intelligente Verteilung und Nutzung des Stroms vor Ort konnten die Heizkosten für ein Sechsfamilienhaus auf rund 1.400 Euro reduziert werden: Das entspricht einer Senkung auf ein Viertel der ursprünglichen Kosten.

Auch die Umwelt profitiert massiv: Allein in einer Anlage konnten bisher 119 Tonnen CO2 eingespart werden. Neben dem Klimaschutz ist für die Neue Heimat e.G. vor allem die gewonnene Autarkie ein entscheidender Faktor.

Mieter:innen-Benefit und Portal-Erlebnis

Die Akzeptanz unter den Bewohnern ist hoch. Jeder Mietende spart durch den lokal erzeugten Strom etwa 30 Euro pro Monat. 

Auch für die Wohnungsgenossenschaft ist die Verwaltung denkbar einfach. Wie Maximilian Kraus erklärt, nimmt der gesamte Abrechnungsprozess pro Einheit lediglich eine halbe Stunde in Anspruch. Das Portal ist übersichtlich gestaltet und der Onboarding-Prozess verlief in einem gemeinsamen Telefonat unkompliziert. Die Einrichtung der Vertragseinheiten war somit gleich erledigt. 

Fazit und Ausblick

Die Zusammenarbeit mit PIONIERKRAFT beschreibt Kraus als reibungslos und komfortabel. Aufgrund des großen Erfolgs plant die Neue Heimat e.G. bereits, das Konzept auf weitere Bestandsgebäude und Altbauten zu übertragen.

Das Statement von Maximilian Kraus: „Wir haben uns bei Neue Heimat e.G. Trostberg  für die Lösung von PIONIERKRAFT entschieden, weil das Unternehmen ein Pionier in dieser Richtung ist, unser Problem gelöst und uns damit den Weg für die Energiewende im Mehrfamilienhaus geebnet hat.“

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